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Warum bleiben Barrieren so lange unten?

MartinaM
Reisende/r (Gold)

Auto- und Velofahrer, aber auch Fussgänger kennen das: Die Bahnschranken senken sich, dann heisst es warten, warten und nochmals warten. Wir verraten dir, warum die Barrieren so lange unten bleiben.

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Das Gesetz schreibt vor, wie eine Bahnschranke korrekt funktionieren muss. Im Vordergrund steht dabei die Sicherheit der Zugreisenden und der Strassenverkehrsteilnehmenden. Die Barriere senkt sich früh genug, damit sich niemand mehr auf den Bahnübergang verirren kann. Und sie hebt sich erst wieder, wenn der ganze Zug durchgefahren ist. Dies dauert an jeder Barriere unterschiedlich lange. Warum, das erfährst du im Folgenden.

Jeder Bahnübergang ist ein Sonderfall.

Den idealtypischen Bahnübergang gibt es nicht. So gibt es beispielweise Halbschranken und Vollschrankenanlagen. Wo welche Anlage zum Einsatz kommt und wie die Barrieren sich verhalten müssen, hängt mindestens von den örtlichen Gegebenheiten, vom durchschnittlichen Tagesverkehr und der jeweiligen Verkehrsart ab.

Ausserdem haben die Maximalgeschwindigkeit der passierenden Züge sowie die Streckenart (ein- oder mehrgleisiger Streckenbetrieb) Einfluss auf die Schliesszeiten der Barrieren. Du siehst, für jeden Bahnübergang gibt es eine individuelle Lösung.

Warnen, schliessen, warten, öffnen – und von vorne.

Die Ausführungsbestimmungen zur Eisenbahnverordnung geben vor, wie eine Barriere letztlich funktioniert. Dabei existieren diverse Phasen, die immer gleich bleiben. Die sogenannte Warnzeit ist abhängig von der Entfernung zwischen den Schranken. Für 10 Meter rechnet man dafür 12 Sekunden ein; die Schliesszeit ist die Zeit, die die Barriere braucht, um sich zu senken und korrekt zu schliessen. Das sind normalerweise 6 bis 11 Sekunden. Ihr Pendant ist die Öffnungszeit.

Dazu kommt die Zeit, die der Zug für die Durchfahrt benötigt. Bei einem Zug, der mit 100 km/h unterwegs ist, bleiben die Schranken im Idealfall rund 80 Sekunden geschlossen. Haltende Züge oder schwere Güterzüge verlängern naturgemäss die Schliesszeiten. Das passiert auch, wenn Haltestellen oder Bahnhöfe vor oder nach einem Bahnübergang liegen oder der Bahnübergang bei einer Kreuzungsstelle liegt.

Mission erfüllt.

Die SBB hat Ende 2014 den letzten ungesicherten Bahnübergang auf ihrem Netz saniert. Damit erfüllen alle SBB Bahnübergänge die verschärften gesetzlichen Anforderungen, die anfangs 2015 in Kraft getreten sind. Darauf sind wir stolz.

 

Dieser Beitrag erschien erstmalig auf der Corporate Blog SBB Stories. Autorin: Sara Riesen. Bild: Pixabay / Andi_Graf

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