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wie kann ich mich gegen eine "rogf" zur Wehr setzen wenn ich zu einer Unterschrift genötigt wurde

GELÖST
maurusherzog
Neuer Autor

Ich hatte einen Fahrschein für eine komplexe Streckenwahl am Vortag bei sbb.ch gekauft und ausgedruckt (Linthal per Bus nach Schwanden und von dort mit vorgewählten Zugnummern und Bus nach Oberrohrdorf im Feld). Für die Terminwahl hatte ich berücksichtigt, dass ich nach einem langen Arbeitstag (Bus zuhause ab 6:26) Abends noch 6 km von Tierfehd nach Linthal laufen musste. Leider hat mich dann ein Maschinist zum Bahnhof gebracht und ich konnte die vorangehende SBahn nehmen. Am völlig verwaisten Bahnhof dunkelte es bereits ein und es schien mir nicht angemessen noch weiter zu warten und dann eine sinnlose Busfahrt nach Schwanden anzutreten. Zudem wusste ich von früheren Reisen, dass ich am Bahnhofautomaten  keinen zusätzlichen gültigen Fahrschein lösen konnte, weil diese Streckenwahl dort nicht angeboten wird. Ich setzte darum darauf, dass das Betriebspersonal mir im Zug einen Zusatzfahrschein ausstellen würde. Trotz gutem Gespräch mit den drei ! anwesenden Kontrolleuren erhielt ich einen "rogf", wobei ich keine detaillierte Belehrung erhielt und die Situation angemessen schildern konnte. Sie wollten den Fall nur möglichst schnell abschliessen und nötigten mich blanco zu unterschreiben. Nun soll diese kleine Unpässlichkeit für welche ich schlimmstenfalls bereit gewesen wäre ein zweites Teilstreckenbillet zu lösen 100.-(+) SFr kosten. - Ich bin der Meinung, dass ich nicht angemessen behandelt wurde, und dass ich mit Sicherheit keinen "rogf" hätte akzeptieren müssen, nur weil das Betriebspersonal die Fahrt anderweitig geniessen wollte. - Zur zukünftigen Problemvermeidung wurde mir geraten das Billet doch beim Betreten des Zuges zu lösen. - Da ich zuvor jeweils einen Tag lang unterwegs bin könnte ich mich jedoch nicht darauf verlassen, dass das handy noch Strom hätte (und diese SBahn im Glarnerland hat, soweit mir bekannt, noch keine Steckdosen). - Würde ich mich auf einen solchen Ticketkauf einlassen (worauf ich meiner Meinung nicht genötigt werden kann), so hätte ich das Ticket höchstwahrscheinlich währen der 2,5 stündigen Fahrt nicht mehr mit angemessener Wahrscheinlichkeit vorweisen können und wäre somit nur ein eine andere Falle getappt.

Was ist zu tun ? - wo ist die Person aus Fleisch und Blut welche verstehen kann worum es sich da handelt und wie das Betriebspersonal zum Nutzen zukünftiger Passagiere bezüglich ihrer Überreaktion zu belehren ist ? - ich seh nur unzutreffende (dämliche) Eingabemasken auf sbb.ch

1 AKZEPTIERTE LÖSUNG
maurusherzog
Neuer Autor

Vielen Dank für den Rat die angegebene Nummer anzurufen (ich hätte mich sonst wohl sinnloserweise nach Baden ins Bahnreisezentrum begeben, weil ich eigentlich erwartete, dass eine "face to face" Aussprache ein höheres Erfolgspotential hätte haben können).

Nun hab ich mir heute Zeit genommen 0848 00 11 33 anzurufen. Nach wirklich langer Warteschlaufe konnte ich meinen Fall schliesslich einem netten Mitarbeiter schildern und hab schlussendlich auch eine moderate Kulanz zugesichert erhalten. Der Vorfall soll mich nun noch 60.- SFr kosten.

Eigentlich finde ich auch das nicht angemessen, da ich nicht "beschissen" habe. - Als die SBahn in Linthal einfuhr sah ich eine grössere Gruppe Kontrolleure aussteigen und sich ins Betriebsgebäude spazieren, wo sie sich wohl mit Getränken versorgten. - Es war mir also völlig klar, dass ich bei meiner Fahrt mit der sonst fast leeren S25 kontrolliert werden würde. Mir schien meine Bahnfahrt mit einem leicht unpassenden Billet für die selbe Transportleistung aufgrund der sachlicher Begründung kein Vergehen zu sein. - In früheren Zeiten hätte einem der Kondi doch irgend ein Spezialbillet ausgestellt, oder er hätte einen (quasi mit "Verwarnung") im nächsten Bahnhof aussteigen lassen, damit man sich von dort für die Weiterfahrt selber ins Recht hätte setzen können. - Mir scheint dass das System dem Betriebspersonal heute kaum noch einen Ermessensspielraum lässt um Vernunft walten zu lassen und einem zB ein Sonderbillet auszustellen (wobei dann immer noch die Frage bestanden hätte an wen man dann zufällig gerade geraten wäre). - Ich meine man müsste dem Personal auf ihrem System eine zusätzliche Variante zugestehen, und man sollte die SBB homepage auch so modiffizieren, dass man nicht nur lauter vorgefertigte Antworten auf nicht zutreffende Fragen angeboten erhält, sondern auch in angemessener Weise auf die Kontaktnummer aufmerksam gemacht würde und dazu schreibt was man davon erwarten kann.

Zusatztipp für Reisende: löst nie ein "Sparticket" mit Zugvorgabe für eine Rückfahrt. - Man weis ja nie, was aus dem Ausflug wird, und ob die ganze Zahlung "für die Katz" sein wird (und lest die Nutzungsbedingungen, bevor ihr mit einen nervösen Finger eine "Sparlösung" anklickt).

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5 ANTWORTEN
maurusherzog
Neuer Autor

Vielen Dank für den Rat die angegebene Nummer anzurufen (ich hätte mich sonst wohl sinnloserweise nach Baden ins Bahnreisezentrum begeben, weil ich eigentlich erwartete, dass eine "face to face" Aussprache ein höheres Erfolgspotential hätte haben können).

Nun hab ich mir heute Zeit genommen 0848 00 11 33 anzurufen. Nach wirklich langer Warteschlaufe konnte ich meinen Fall schliesslich einem netten Mitarbeiter schildern und hab schlussendlich auch eine moderate Kulanz zugesichert erhalten. Der Vorfall soll mich nun noch 60.- SFr kosten.

Eigentlich finde ich auch das nicht angemessen, da ich nicht "beschissen" habe. - Als die SBahn in Linthal einfuhr sah ich eine grössere Gruppe Kontrolleure aussteigen und sich ins Betriebsgebäude spazieren, wo sie sich wohl mit Getränken versorgten. - Es war mir also völlig klar, dass ich bei meiner Fahrt mit der sonst fast leeren S25 kontrolliert werden würde. Mir schien meine Bahnfahrt mit einem leicht unpassenden Billet für die selbe Transportleistung aufgrund der sachlicher Begründung kein Vergehen zu sein. - In früheren Zeiten hätte einem der Kondi doch irgend ein Spezialbillet ausgestellt, oder er hätte einen (quasi mit "Verwarnung") im nächsten Bahnhof aussteigen lassen, damit man sich von dort für die Weiterfahrt selber ins Recht hätte setzen können. - Mir scheint dass das System dem Betriebspersonal heute kaum noch einen Ermessensspielraum lässt um Vernunft walten zu lassen und einem zB ein Sonderbillet auszustellen (wobei dann immer noch die Frage bestanden hätte an wen man dann zufällig gerade geraten wäre). - Ich meine man müsste dem Personal auf ihrem System eine zusätzliche Variante zugestehen, und man sollte die SBB homepage auch so modiffizieren, dass man nicht nur lauter vorgefertigte Antworten auf nicht zutreffende Fragen angeboten erhält, sondern auch in angemessener Weise auf die Kontaktnummer aufmerksam gemacht würde und dazu schreibt was man davon erwarten kann.

Zusatztipp für Reisende: löst nie ein "Sparticket" mit Zugvorgabe für eine Rückfahrt. - Man weis ja nie, was aus dem Ausflug wird, und ob die ganze Zahlung "für die Katz" sein wird (und lest die Nutzungsbedingungen, bevor ihr mit einen nervösen Finger eine "Sparlösung" anklickt).

Ex-Bähnler
Vielfahrer/in (Silber)

Hallo @maurusherzog 

Hattest du ein Sparbillett? Du kannst dich an das ServiceCenter Einnahmen wenden. Die Telefonnummer steht auf dem Beleg, den du bekommen hast. Oder schriftlich mit diesem Formular. Und noch etwas zu deiner Info: Das Kontrollpersonal stellt nur fest, ob das Billett gültig war oder nicht. Alles andere muss man mit den Mitarbeitenden im ServiceCenter besprechen. Bitte beachte, dass es bei dieser Telefonnummer durchaus längere Wartezeiten geben kann. 

Gruss, Reto

PS. Bitte berichte, wie man in deinem Fall entschieden hat… Danke! 

maurusherzog
Neuer Autor

anzumerken ist noch, dass mir ein Besuch bei einem (der ach so vielen :-)) Bahnreisezentren während dessen Öffnungzeit (!!) nicht zeitnah (das heisst wohl nicht mehr diese Woche) möglich ist und dann wohl wegen des bis dann bereits zu weit fortgeschrittenen (wohl voll automatisierten und nach Indien ausgelagerten) Bussprozederes "nichts mehr beeinflusst werden kann" ... ?

Hallo @maurusherzog 

Wie dir Reto bereits korrekt mitgeteilt hat, ist der beste Weg um eine passende Lösung zu finden, dich ans Service Center Einnahmen zu wenden 0848 00 11 33 (CHF0.08/Min.) oder via Formular. Ausserdem kannst du hier die Frist verlängern. 

Ich wünsche dir ein erholsames Wochenende.

Gruss, RahelW

Ex-Bähnler
Vielfahrer/in (Silber)

Hallo @RahelW 

Wie hoch ist die Gebühr für die Gewährung eines Zahlungaufschubs? In welchem Tarif ist dies festgelegt? 

Gruss, Reto