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Warum hilft bei verlorenen Gegenständen fast niemand?

smhaller
Neues Mitglied
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Liebe SBB, Ich bin wirklich sehr zufrieden mit dem was Ihr gesammthaft anbietet. und bin glücklicher Alltagspendler. Aber wenn es darum geht Hilfe zu bekommen, schnelle Hilfe im Falle von einem Liegengelassenen Gegenstand in einem Zug, da bin ich nicht zufrieden.

Heute war ich in der S11 19127 von Aarau nach Wila underwegs. In Zürich Altstetten bin ich ausgestiegen und wie immer Richtung Tram gelaufen. Da realisiere ich das mein Geschäftslaptop weg ist. OK, melding an Chef, dass ich mich um die Sache kümmern muss und erstmal nicht ins Büro komme.

Im Tram nach zum HB Zürich fahren und zum SBB Infopoint.

Dort erfahre ich, ich solle zum Fundbüro gehen (logische Antwort), oder online eine Verlustmeldung aufgeben (eher nicht, ich brauche das Gerät ja). Im fundbüro sagt mir die Kollegin, dass sie mir nicht helfen könne, da der Laptop in einer S-Bahn liegen blieb. Da habe ich das zweite mal heute einen Anfall innerer Wut.

So mache ich mich auf den Weg nach Winterthur, weil technisch die S-Bahn Komposition wieder dorthin zurück fahren müsste. Wissen kann ich das nicht. In Winterthur angekommen rufe ich einfach weil ich grade noch Zeit habe der ZVV an und schildere den Fall. Die Antwort kommt platt wie unerwartet: "Da sind wir nicht zuständig, wenden sie sich an die SBB, soll ich sie durchstellen?".

"Nein - sage ich, beim SBB Fundbüro im HB Zürich war ich schon!"

Ich gehe noch zum Schalter in Winterthur, schildere meine Story und Frage die nette Dame ob sie mir sagen könne wohin der Zug von Wila aus hinfährt?

Worauf ich dann die Bestätigung habe, das die gleiche Komposition um 09:07 in Winterthur einfährt.

Danke an 0111/u225191 (steht auf der Fahrplanauskunft) - sorry den Namen habe ich mir nicht gemerkt.

Mein Laptop lag noch genau so auf der Gepäckablage, wie ich ihn platziert hatte.

Betreff: Warum hilft bei verlorenen Gegenständen fast niemand?

ValerieS
Reisende/r (Platin)

Hallo @smhaller 

Tagtäglich bleiben bei der SBB zwischen 300-500 Gegenstände entweder im Zug oder am Bahnhof liegen.

Die Fundgegenstände werden täglich an die Fundzentrale eingeschickt und dort zentral registriert. Die zentrale Registrierung bringt uns eine verbesserte Zuordnung der Fundgegenstände zu ihren Besitzern. 

Eine Verlustmeldung, für 15 Franken pro Stück, kann entweder während der Öffnungszeiten am Schalter, 24 Stunden via Rail-Service 0848 44 66 88, Ortstarif (CHF 0.08/Min. vom Schweizer Festnetz) oder selber, kostenlos, über das Internet, sbb.ch/fundservice, gemacht werden. Mit diesen 3 Kanälen besteht die Möglichkeit, rund um die Uhr Verlustanzeigen aufzugeben. Weitere Möglichkeiten können wir leider nicht anbieten. 

Aufgrund des wirtschaftlichen Umfeldes haben wir leider nicht mehr die nötigen personellen Ressourcen, um jeder Verlustmeldung 'aktiv' nachzugehen. Das Angebot des Fundservices beinhaltet ohnehin lediglich die Möglichkeit, Verlustanzeigen zu erstellen und mit Fundgegenständen abzugleichen, die während der Reinigung der Züge, durch Kunden oder anderweitig gefunden und uns übergeben werden. 

Einzig der Suchauftrag für 50 Franken pro Stück erlaubt es, in sehr dringenden Fällen das Zugpersonal oder einen Bahnhof über einen Verlust zu informieren, natürlich immer im Rahmen der zeitlichen und personellen Möglichkeiten. Die Rückmeldung, ob der Gegenstand gefunden wurde oder nicht, erfolgt in der Regel innerhalb von 4 Stunden. Wird der Gegenstand gefunden, erfolgt die Rückgabe über den normalen Fundkanal, d.h. innerhalb von 3-5 Tagen gegen eine Rückgabegebühr, die in allen Fällen erhoben wird. Auf einer unbegleiteten S-Bahn können wir diesen Service nicht anbieten.

Der Fundservice ist für uns und auch unsere Kunden zwar eine wichtige Dienstleistung, aber trotzdem nicht unsere Hauptaufgabe. Wir wollen diesen Dienst anbieten, müssen dies aber so rationell und kostengünstig wie möglich machen. 

Gruss, ValerieS