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Die verschiedenen Kontrollen im Zug - früher und heute ...

SBB-Kunde
Pendler/in

Nein - ich will jetzt nicht primär die wenigen Kontrollen ansprechen - sondern diese verschiedenen Kontrollen von heute...

Früher (damit spreche ich die Zeit vor 50+ mehr Jahren an) war es ja so, dass auch bei "Bummelzügen" nach jeder Station der Kondukteur (mit schwarzer Tasche) oder der Zugführer (mit roter Tasche) durch den gesamten Zug schritt und die Billette knipste. Bei Schnellzügen ebenso und immer hiess es jeweils nach grösseren Ortschaften oder Personalwechsel "Alles Billette - bitte" mit Betonung auf "S" bei Alles - was ja orthographisch nicht mal richtig ist.
Eine Zugfahrt von St. Margrethen SG bis Zermatt ohne eine einzige Billettkontrolle wie bei uns letzten Dienstag ist mein neuster Rekord... aber Kontrolleure sah ich mehrmals durchlaufen... nicht blindlings, nein sie musterten die Reisenden sehr wohl, verlangten aber keine Billette.
-- was bezwecken diese Art Kontrollen ? Statistik ? - Zusammensetzung der Reisenden: Alter, Geschlecht ?

Soll aber keine Aufforderung zum schwarzfahren sein - auf der Rückreise gab es gleich 4 Kontrollen !

Am vergangenen Donnerstag war es genau umgekehrt - Kontrollen auch in allen S-Bahnen und da war ganz sicher die Statistik im Spiel : Es wurden Startort und Reiseziel gefragt - in einigen Zügen bei unserer Reise Ostschweiz - Tessin auch per Lautsprecher angekündigt.  Dabei kam es gerade beim Startort und gerade im fremden Sprachgebiet Tessin zu komischen Situationen : der Abgangsort - womöglich noch ein kleiner Weiler und zusätzlich in Mundart ausgesprochen... für die Kontrolleure gab es mühsame Nachfragen... und ich fragte mich trotz der Wichtigkeit solcher Verkehrsflüsse... Gibt es da keine bessere Erfassungsmethoden ?
-- bei Zonen- und Streckenbilletten und Abos ist es ja klar
-- beim Ausflugsabo oder Tageskarten bei der Aktivierung / beim Kauf
-- wären also nur noch die GA - diese wären sicher per Email erreichbar und das Resultat nicht ungenauer .

Auf der Rückreise ruft der Kontrolleur hinter Rapperswil  gut hörbar "Hauptkontrolle" in das Zugsabteil ! Erschrocken fragten sich die Leute links und rechts : Was ist denn das ?  Ist was passiert ? Wird eine bestimmte Person gesucht ? Die Person mir gegenüber tippte auf einen Terroristen... aber es stellte sich rasch heraus : es ist nur das "Alles Billette - Bitte" von früher... aber das kann man ja nicht mehr sagen, denn die wenigsten haben noch "richtige" Billette - die meisten einen SwissPass oder einen QR-Code !

3 ANTWORTEN
11407
Reisende/r (Gold)

Es fällt mir auch auf, dass immer weniger kontrolliert wird. Manchmal läuft der Zugchef nur durch das Abteil, manchmal sieht man ihn nur am Bahnhof, wenn er den Zug abfertigt. Es scheint auch keine Kinderbillette mehr zu geben. Diese durften wir jeweils selbst knipsen.

Die Umfragen zur Statistik sind immer noch in den meisten Fällen sinnvoll. Es geht nicht nur darum zu wissen, von wo nach wo man fährt, sondern auch, zu welcher Zeit. Ausser bei Sparbilletten ist diese Information nirgends enthalten: Streckenbillette sind den ganzen Tag gültig, Zonenbillette und GA haben keinen Abfahrts- und Zielort. Zudem wird die gesamte Strecke erhoben, nicht nur die aktuelle Verbindung.

Dank der Apps könnte man sich überlegen, die Erfassung in Zukunft elektronisch zu machen: Auch Leute mit Abo könnten für eine Woche im Jahr oder so EasyRide laufen lassen und würden dafür einen Gutschein erhalten.

Ex-Bähnler
Vielfahrer/in (Silber)

Hallo @SBB-Kunde 

Es gibt heute sehr verschiedene Arten von Kontrollen im öffentlichen Verkehr. Und alle sind nötig 😉 Man muss zwischen Fern- und Nahverkehr (Selbstkontrolle) unterscheiden.

Zudem werden auf jeder Strecke mehrmals pro Jahr statistische Daten erfasst. Diese effektiven Reisedaten (ohne Personendaten!) braucht es unter anderem für die Abrechnung unter den vielen verschiedenen Transportunternehmen. Denn mit GA, Tageskarten, Zonenbilletten oder -Abos etc. können auf einer Reise unterschiedliche Unternehmen benützt werden (Zug, Tram, Bus, Schiff). Diese Daten können nicht per E-Mail ermittelt werden, da solche Anfragen nur von einem ganz kleinen Teil der Kundschaft beantwortet würden.

Eine  Ankündigung „Hauptkontrolle“ habe ich noch nie gehört. 

Gruss, Reto

 

Danke @11407  und @Ex-Bähnler  für die Stellungsnahmen ! 

Ich erinnere mich noch gut an die 50er Jahre, als auf der rechten Zürichseelinie, als von den historischen Wagen mit den Freiluft-Übergängen (die während der Fahrt nur der Kondukteur benutzen durfte) auf einen Schlag auf diese neuen roten Triebzüge mit  Selbstkontrolle umgestellt wurde und mein Vater sagte: Eine Aufforderung zum "schwarzfahren" ...  Heute der Normalfall - und wenn ich den Kontrolleur im IC kurz vor dem nächsten Halt durch den Zug schreiten sehe, dann werden Minuten später die nächsten Anschlüsse durchgegeben. Wenn aber gleich nach der Abfahrt der Kontrolleur am Wagenbeginn erst wartet, alle Reisenden den SwissPass, Handy oder Billett hervor nehmen und er dann einfach durchschreitet, verstehe ich nicht, was mit einer solchen Personenkontrolle bezweckt wird...

Bei der Statistikkontrolle bezweifle ich, ob die in dieser Art der Rückfrage wirklich viel bringt und nehme als Beispiel die schon zuvor erwähnte S-Bahn Bellinzona-Locarno: die einen sagen einen Kleinstbahnhof in Mundart und wieder andere Deutschschweizer sagen den letzten Umsteigeort Bellinzona. Es ist ja auch auffällig, dass gewisse Privatbahnen wie SOB, Zentralbahn, Matterhorn-Gotthard und Rätische Bahn häufiger kontrollieren (sprich scannen) und ob dies nicht auch mit dem statistischen Anteil gewisser Fahrkarten (GA, Tageskarten mit QR-Code) zu tun hat ?

Der Begriff Hauptkontrolle hat sich für mich gelöst - scheint ein neuer Bahnausdruck zu sein und wurde dabei beim googeln fündig : zu lesen im 5. Abschnitt "Falls dir irgendwann einmal ein zweites Mal das Billett kontrolliert wird... https://news.sbb.ch/artikel/90313/wie-ich-mir-als-kundenbegleiter-dein-gesicht-merke

Noch einen schönen Tag !