Schritt 1

Hier findest Du Hilfe von Kunde zu Kunde. Suche in bestehenden Diskussionen oder stelle Deine Fragen.


Vor

Schritt 2

Tipps & Tricks, die Dir den Alltag erleichtern.


Zurück Vor

Schritt 3

Hier siehst Du immer die neusten Beiträge aus allen Bereichen der Community.


Zurück Tour beenden

Busse wegen einer halben Minute

Nams
Neues Mitglied

Ich habe eine Busse von 160fr. erhalten, weil ich eine halbe Minute das Billett zu spät gelöst habe. Mein Zug fuhr um 17:20 und in dieser Minute bin ich eingestiegen und habe  die Strecke via SBB App gesucht und gekauft. Der Kontrolleur meinte, dass dies zu spät ist und ich vor Abfahrt das Billett lösen muss. Verstehe ich ja schon, aber habe das billett ja trotzdem gelöst und war wirklich nur eine halbe Minute zu spät. Da könnte man ruhig ein bisschen kulanter sein. Für Zugverspätungen erhalten wir ja auch nichts und das kommt ziemlich häufig vor. Auf mein Billett steht gültig ab 17:20 und genau dann fuhr mein Zug los. Kann es beweisen und werde da auch rechtlich zugehen, habe ja die Quittung. Finde es ziemlich traurig, dass die SBB so Geld fixiert ist. 

8 ANTWORTEN
Valentino
Neues Mitglied

warst erfolgreich?

Ex-Bähnler
Vielfahrer/in (Silber)

Hallo @Valentino @Nams @Fred65 

Ergänzend noch der Hinweis, dass man sich bei solchen Fällen von Uneinigkeit unter gewissen Voraussetzungen an eine Ombudstelle wenden kann: 

Gruss, Reto

 

Fred65
Neuer Autor

Ich glaube die Absicht dahinter ist es die schwarzen Schafe rauszufischen die beim Erblicken eines Kontrolleurs noch schnell ein Billett kaufen. Aber in der Zeit von "easy ride" ein etwas veraltetes Vorgehen. Oder diskutiert man mit den Kunden wo sie gestanden sind als sie den Schieberegler betätigten.

Die Aussage "keine Busse, sondern ein Zuschlag" ist auch interessant. Ein Zuschlag müsste ja auch irgendwie begründet werden, bspw. mit zusätzlichem Aufwand. Da stehen die CHF 160.- auch schräg in der Landschaft und kann nur von einem Monopolbetrieb verlangt werden. 

Ex-Bähnler
Vielfahrer/in (Silber)

Hallo @Fred65 

Bei den Kosten von 160.- könnte es sich um den 3. Fall handeln. Die Höhe des Zuschlags nimmt mit jedem Fall zu: von 90.- auf 130.- und dann 160.-. Siehe hier

Gruss, Reto

 

Hallo @Ex-Bähnler 

Ich diskutiere die Begrifflichkeit. Kosten entstehen bei der Erbringung einer Leistung. Gerade in diesem Fall sind wir näher bei einer sich erhöhenden Busse im Wiederholungsfall und nicht bei steigenden Kosten aufgrund höherem Aufwand. 

Schau Dir mal die "zusätzlichen Kosten" an. Solch hohe Kosten können nur ein Unternehmen ohne Konkurrenz oder in der Teppichetage eines Monopolbetriebes festgelegt werden. Bspw. eine Mahngebühr in der Höhe von CHF 40.- kann keiner nur halbwegs begründen. Die Abläufe sind automatisiert und ein Drucker spuckt auf Knopfdruck hunderte von Mahnungen aus. 

Ex-Bähnler
Vielfahrer/in (Silber)

Hallo @Nams 

Zu prüfen wäre noch ein tieferer Zuschlag. Falls du z.B. mit einer S-Bahn gefahren bist hättest du ab der nächsten Station ein gültiges Billett gehabt. Somit bist du nicht „ohne“ Billett gefahren sondern mit einem „teilgültigen“ Billett. Das wären dann 20 Franken weniger. 

Gruss, Reto

PS. Es ist keine Busse sondern ein Zuschlag, auch wenn es sich sich wie eine Busse anfühlt.

MadisonPierce
Pendler/in

Dazu kann ich mal wieder mein Lieblings-Dokument vom BAV verlinken: https://www.bav.admin.ch/dam/bav/de/dokumente/aufsichtsrechtlicheverfuegungen/allgemein/elektronisch... 😉

Wichtig scheint mir in Deiner Situation folgender Punkt: Kann man Dir vorwerfen, den Kauf des Billetts von der Anwesendheit eines Kontrolleurs abhängig gemacht zu haben? Wenn Du beim Einsteigen den Kontrolleur gesehen hast oder er erst später zugestiegen ist, musst Du gemäss Urteil keinen Zuschlag bezahlen. Wenn Du jedoch eingestiegen bist und Dir beim Anblick des Kontrolleurs eingefallen ist, dass Du noch ein Billett kaufen solltest, hast Du schlechte Karten. 🙂

Carlo_CSM
Moderator

Hallo @Nams 

Ich verstehe deinen Ärger. Grundsätzlich empfehlen wir immer das Ticket vor dem Einsteigen in den Zug zu kaufen (Kauf abgeschlossen, wenn du den QR-Code siehst). Wenn du in der Minute der eigentlichen Abfahrt einsteigst, die Reise suchst, den Kaufprozess durchgehst und der Zug bereits losfährt, ist das effektiv zu spät. Siehe auch den Auszug aus den AGB -> https://www.sbb.ch/de/abos-billette/kaufmoeglichkeiten/verkaufskanaele/online/allgemeine-geschaeftsb...

Das mobile Endgerät ist – sofern verlangt – zur Kontrolle der Billette dem Kontrollpersonal auszuhändigen. Das Kontrollpersonal ist berechtigt, das mobile Endgerät zu bedienen, um eine ordnungsmässige Kontrolle vornehmen zu können. Der Kunden muss vor Antritt der Reise (tatsächliche Abfahrt des Zuges) im Besitz des Billetts sein. Der Kauf-, resp. Bestellvorgang muss vor der tatsächlichen Abfahrt des Zuges vollständig abgeschlossen sein und das Billett muss auf dem Bildschirm sichtbar oder in einer Applikation des Endgerätes verfügbar sein. Andernfalls hat der Reisende den Zuschlag gemäss Tarif 600, Ziffer 12.7 (ohne Fahrpreis) zu zahlen. 

Du kannst deinen Fall vom Service Center Einnahmen prüfen lassen und eine allfällige Kulanz anfragen. Die Kontaktdaten dafür findest du auf dem erhaltenen Formular.

Gruess Carlo

Team SBB Mobile