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Abzocke

Lynnyrda
Neuer Autor

Guten Tag!
Ich sitze gerade in einem Zug von Bern nach Zürich. Aus Versehen habe ich den falschen Zug genommen, mein Sparbilett gilt für einen anderen Zug welcher 2min. Später fuhr. Jetzt werde ich von Fr. Pers.Nr. U212289 WIE EIN SCHWARZFAHRER behandelt und die Frau stellt ein Ticket aus für 115,50 chf aus. Ich finde das unerhört und das hat nichts mit Kulanz zu tun. Die Frau ist m. E. absolut nicht geeignet als Zugbegleiterin. Unfreundlich obendrauf. Mfg


Akzeptierte Lösungen

Betreff: Abzocke

Ex-Bähnler
Vielfahrer/in
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Hallo @Lynnyrda 

Ich verstehe deinen Ärger, aber der Kontrolleur hat nur seine Aufgabe gemacht. Manchmal haben kleine Versehen halt grosse Auswirkungen.

Tatsache ist: Du hattest kein gültiges Billett für diesen Zug. Der Zuschlag für Fahren ohne gültigen Fahrausweis beträgt 90 Franken plus 25.50 für ein Billett Bern - Zürich mit einem Halbtax. Das ist exakt so in den Tarifen festgelegt.

Für eine allfällige Kulanz musst du dich an das Service Center Einnahmen wenden.

https://www.sbb.ch/de/bahnhof-services/dienstleistungen/kundendialog/reisen-ohne-gueltigen-fahrauswe...

Alternativ kannst du das Service Center Einnahmen auch telefonisch unter der Nummer 0848 00 11 33 (Mo-Fr 8.00-17.00) erreichen oder per E-Mail an fahrausweiskontrolle@sbb.ch. 

Dort wird man den konkreten Einzelfall prüfen. Wenn du auch damit nicht einverstanden bist kannst du dich noch an die Ombusstelle für öffentlichen Verkehr wenden. 

https://www.voev.ch/de/Service/Ombudsstelle-oV

Gruss, Reto

Lösung in ursprünglichem Beitrag anzeigen


Alle Antworten

Betreff: Abzocke

Ex-Bähnler
Vielfahrer/in
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Hallo @Lynnyrda 

Ich verstehe deinen Ärger, aber der Kontrolleur hat nur seine Aufgabe gemacht. Manchmal haben kleine Versehen halt grosse Auswirkungen.

Tatsache ist: Du hattest kein gültiges Billett für diesen Zug. Der Zuschlag für Fahren ohne gültigen Fahrausweis beträgt 90 Franken plus 25.50 für ein Billett Bern - Zürich mit einem Halbtax. Das ist exakt so in den Tarifen festgelegt.

Für eine allfällige Kulanz musst du dich an das Service Center Einnahmen wenden.

https://www.sbb.ch/de/bahnhof-services/dienstleistungen/kundendialog/reisen-ohne-gueltigen-fahrauswe...

Alternativ kannst du das Service Center Einnahmen auch telefonisch unter der Nummer 0848 00 11 33 (Mo-Fr 8.00-17.00) erreichen oder per E-Mail an fahrausweiskontrolle@sbb.ch. 

Dort wird man den konkreten Einzelfall prüfen. Wenn du auch damit nicht einverstanden bist kannst du dich noch an die Ombusstelle für öffentlichen Verkehr wenden. 

https://www.voev.ch/de/Service/Ombudsstelle-oV

Gruss, Reto

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Betreff: Abzocke

Weissfahrerin
Neuer Autor

Ich denke, die Mitarbeitenden der SBB brauchen mehr Augenmass, Flexibilität und gute Kommunikation. Lieber ein paar Fränkli weniger Kassieren, stattdessen weiterhin zufriedene Kundinnen und Kunden an Board haben. 

Betreff: Abzocke

Ex-Bähnler
Vielfahrer/in

Hallo @Weissfahrerin 

Da hast du sicher Recht. Was viele Reisenden nicht wissen: Die Kontrolleure haben nur die Aufgabe, festzustellen,  ob das Billett/Abo gültig ist oder nicht. Es bringt absolut nichts mit Ihnen zu diskutieren. Wer gute Gründe hat, warum er/sie kein gültiges Billett hat, kann diese Argumente nachher beim ServiceCenter Einnahmen vorbringen. 

Gruss, Reto

Betreff: Abzocke

Karrerina
Neues Mitglied
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Das finde ich auch. Den Umgang der SBB mit ihren Kunden kann man als ‚gnadenlos‘ beschreiben. In einer Welt, die immer komplexer und anspruchsvoller wird, darf der Mensch sich keinen Fehler leisten (falschen Zug nehmen, falsches Billet, usw.) Auch wenn ganz offensichtlich ohne Absicht gehandelt wurde, wird gebüsst, und zwar saftig. Die SBB war einst ein Sympathieträger, ihre Popularität enorm. Davon ist wenig über geblieben.

Betreff: Abzocke

Carlo_CSM
Moderator

Hallo @Karrerina 

Da muss ich doch mal eine Lanze brechen für unsere Kolleginnen und Kollegen im Zug. Diese erfüllen eine schwierige Aufgabe in einem immer schwierigeren Umfeld mit viel Kompetenz und Fachwissen. Sie sind oft der erste Ansprechpartner für unsere Reisenden bei Problemen und gehen helfend zur Hand. Zudem sind sie immer wieder mit schwierigen Situationen konfrontiert (Missbrauch, Fälschung, Drohung, verbale und physische Gewalt). 

Wie man eine solche Situation, wie in diesem Thread beschrieben, dann beurteilt, kommt immer auch auf den Blickwinkel an. 

Sicht Kundenbegleitung ist dies kein gültiges Ticket für den genutzten Zug. Das ist ein Fakt. Gewisse Leitplanken für die Handhabung solcher Fälle sind vorgegeben (Tarif). Und an diese Handlungsanleitungen müssen sich die Mitarbeitenden auch halten. Das ist wie in einem anderen Job, wenn man eine Arbeit nach gewissen Standards ausführt. Du musst dir auch bewusst sein, dass die Kundenbegleitenden pro Tag mehrmals (vielfach pro Arbeitswoche) mit solchen Situationen konfrontiert sind. Korrekterweise gegenüber den betroffenen Reisenden handhaben Sie jede Situation identisch gemäss der vorgegebenen Richtlinien. Oder wie entscheidet man dann ein Auge zudrückt und wo nicht? 

Ich verstehe, dass es ärgerlich ist und niemand von uns gerne dafür Geld aus gibt. Gleich Situationen gibt es auch im Strassenverkehr zu Hauf. Parkieren in der blauen Zone am Sonntag (normalerweise keine Parkscheibe nötig) und das Schild mit der Sonderreglung (immer Parkscheibe platzieren) nicht lesen = CHF 40.– etc. Unabsichtliches zu schnell Fahren gibt eine Busse etc. Rechnung unabsichtlich zu spät bezahlen = Mahngebühren. Ob Absicht oder nicht, ist nicht das Kriterium ob es eine Sanktion gibt oder nicht.

Gruess Carlo

Betreff: Abzocke

Lynnyrda
Neuer Autor
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Um es nochmals ganz deutlich zu sagen lieber Carlo: Die Züge in die gleiche Richtung fuhren in 2min. Abstand auf dem gleichen Gleis. Sollte ich hier schon Absicht erkennen können??? Wie heisst es: Ein Schelm wer böses dabei denkt..... Das Schwarzfahren gebüsst wird finde ich völlig in Ordnung. Das offensichtlich unantastbare Kulanzverbot von oben, gepaart mit, wie bereits beschrieben, unerträglich bürokratischer Arroganz und Unfreundlichkeit scheisst mich an. 

Im übrigen habe ich schon mehrfach eben diese Kulanz erfahren dürfen, und da war es ganz mein Fehler; Umstieg/Ausstieg verschlafen, die betreffenden Schaffner/Kontrolleure sowie Info-MitarbeiterInnen waren äusserst  nachsichtig und hilfsbereit. Ich habe das ebenfalls in den entsprechenden Foren kommuniziert, aber eben nicht bei der SBB. Es war, Oh Wunder, die deutsche Bahn. 

Es mag ja sein das diese Unterschiede nur mir subjektiv auffallen, aber wenn die KollegInnen bei der SBB keinerlei menschlichen Handlungspielraum haben, würde ich vorschlagen sie durch Drehkreuze, so wie bei den Bahnhofstoiletten, zu ersetzen. Da kann man gleich noch die Gepäckgrösse begrenzen, (gesonderte Gepäckbeförderung, kostenpflichtig, automatengesteuert natürlich), Einstieghilfe erfahre ich (ü60) ja auch nie (Zugbegleiter unterhalten sich lustig, ich mit grossem Koffer 2 Meter daneben, erhalte Hilfe von einem jungen Fahrgast.....)

Vielleicht ist das die Zukunft die dir, lieber Carlo, bevorsteht. Technokratzenfressen ohne jegliche Gefühlsregung, nie ein verzeihendes Lächeln über kleine Fehlerchen. Nein, Hau drauf und Zock-Ab-Mentalität, wir müssen den Gewinn steigern:  Denkweise des modernen Homo-Gewinnensis .

Nur soviel. ich bin lebenslanger Bahnvielfahrer, kann mich an nette und interessante Gespräche mit Bahnleuten erinnern. An ein "darf ich Ihnen helfen, meine Dame, der Herr".  Nun, das ist abgelöst durch: falscher Zug, Bilett nicht gültig. Schwarzfahrer. Bezahlen. Basta. 

Schöne beschissene neue Welt. Viel Freude dann noch.

Danke für´s Lesen und vielleicht mal: Nach-Denken....