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Den Zug nehmen für ein besseres Klima.
NadineM
Moderator
‎01.09.2016 15:00

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Edith, was bedeutet für dich als Bahnkundin der Klimaschutz?

Für mich ist der Klimawandel eine Realität. Bei Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls, durch das seit Anfang der 2000er-Jahre der Ausstoss an Treibhausgas reduziert werden soll, wurden die Klimaforscher noch als Panikmacher betrachtet. Jetzt aber, mehr als ein Jahrzehnt später, hat unser Planet im Juli 2016 weltweit einen neuen Temperaturrekord erlebt: Dieser Monat gilt als der heisseste seit 1880! Über viele Jahre hinweg hat sich die Erwärmung der Atmosphäre bestätigt. In der Schweiz trägt der Verkehr 31 Prozent zu den Treibhausgasemissionen bei. Ein wichtiger Beitrag, um den Klimawandel zu verlangsamen oder sogar zu stoppen, besteht für jeden darin, den Individualverkehr zugunsten umweltfreundlicherer Beförderungsmittel, zum Beispiel dem Zug, einzuschränken.

Eine Zugfahrt in der Schweiz verursacht viel weniger CO2 als eine Autofahrt auf einer vergleichbaren Strecke. Ist das für dich eine Motivation, öfter den Zug zu nehmen?
In der Schweiz wird beim Fahren mit dem Zug nur ein Viertel der Energie einer vergleichbaren Autofahrt verbraucht. Der CO2-Ausstoss beträgt sogar nur ein Zwanzigstel. Den Unterschied kann man sich vom Umweltrechner des Online-Fahrplans der SBB ganz leicht ausrechnen lassen. Ich reise häufig per Bahn von Nyon nach Lausanne. Bei der einfachen Fahrt beträgt der CO2-Ausstoss wie gesagt nur ein Zwanzigstel, und es werden 2,6 Liter Benzin gespart. Seit 3 Jahren reise ich beruflich unter der Woche fast nur noch im Zug, wozu ich sogar näher an einen Bahnhof gezogen bin. Mit dem Zug kann ich meinen Beitrag zum Erhalt unserer Umwelt leisten.

Was tust du sonst noch, um den CO2-Ausstoss zu reduzieren?
CO2-Emissionen lauern überall in unserem Alltag. Hier einige Beispiele, wie ich im Alltag versuche, solche Emissionen zu vermeiden: Warmwasserbereitung mit Solarenergie, bevorzugter Einkauf regionaler Lebensmittel, längeres Tragen oder Rezyklieren von Kleidungsstücken, Kompostieren organischer Abfälle und konsequente Mülltrennung, Trinken von Leitungswasser statt abgefüllter Flaschen. Natürlich liesse sich das alles noch verbessern, aber ich denke, dass ich auf dem richtigen Weg bin.

Das tut die SBB für den Klimaschutz.
Die Bahn ist das klimafreundlichste Verkehrsmittel neben dem Velo. Damit dies so bleibt, hat sich die SBB ehrgeizige Ziele gesetzt. Sie will bis in neun Jahren ihre CO2-Emissionen gegenüber 1990 halbieren. Dazu setzt sie das ehrgeizigste Energiesparprogramm der Schweiz um. Damit spart die SBB ab 2025 jährlich so viel Strom, wie die Haushalte des Kantons Tessin verbrauchen. Und sie will ihre Züge nur noch mit klimafreundlicher Wasserkraft betreiben. Heute fährt die SBB schon mit rund 90% erneuerbarem Strom. Mit all diesen Anstrengungen trägt die Bahn viel zum Klimaschutz der Schweiz bei. Denn dank der Verkehrsverlagerung auf die SBB vermeidet die Schweiz jährlich den Ausstoss rund zehn Prozent ihrer CO2-Emissionen. Mehr