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Nutzung von elektronischen Billetten mit Hund und Kindern, die noch keine Ausweisdokumente haben .

SBB-Kunde
Reisende/r (Platin)

Mein erster Gedanke war wegen der Ausweispflicht bei elektronischen Billetten : das geht überhaupt nicht: In unserem Falle können die Grosseltern auf der SBB mobile App ihre Billette lösen, aber für die Enkelkinder braucht es zwingend Papierbillette - auch wenn diese genau so anonym sind und Reisen mit Enkelkinder nicht unbedingt der Ort für Betrug ist... aber jetzt habe ich in den AGB elektronische Billette was gefunden und möchte anfragen, ob meine Überlegungen korrekt sind. Ich beziehe mich auf:
https://www.sbb.ch/de/hilfe-und-kontakt/produkte-services/billette/schweiz/allgemeine-geschaeftsbedi...
Im Kap. Bestimmungen zur Ausweispflicht steht: " Billette für Kinder, Hunde und Velos müssen auf den Namen und das Geburtsdatum der reisenden Person, die das Kind/den Hund/das Velo begleitet, lauten. "
Konkret heisst dies also:
Eingeloggter Benutzer: Vorname=Hans Name=Meier  Geburtsdatum=1.1.1950 
Mitreisende 1: Vorname=Hans Name=Meier "mit Kind Laura" Geburtsdatum=1.1.1950 x=Halbtax
Mitreisende 2: Vorname=Hans Name=Meier "mit Kind Alex" Geburtsdatum=1.1.1950 x=Halbtax
Mitreisende 3: Vorname=Hans Name=Meier "mit Hund Alex" Geburtsdatum=1.1.1950 x=Halbtax

Den Begriff Halbtax muss ich ja wählen, wegen dem vorgeschriebenen Datum auf den Benutzer, auch weil die Kinder gar keinen SwissPass haben. 
Hinter dem Namen Meier muss ich verschiedene Bezeichnungen haben wegen der Abspeicherung - Mehrfach-Abspeicherungen müssen ja auch im Inhalt unterschiedlich sein. 

So gesehen wäre für den Kontrolleur die Situation auch klar ? - oder doch nicht ?
Falls man 1. Klasse fährt müsste man für den Hund in einem 2. Durchgang separat lösen wegen der 2. Klasse.

Kindertageskarten können auf diese Weise nicht gelöst werden, weil sie wegen dem Datum 1.1.1950 ja gar nicht angezeigt werden...

Auch wenn jetzt das Vorgehen im fettgedruckten Teil für die Kinder richtig wäre (??) , so empfinde ich doch alles recht kompliziert - selbst wenn ich nun für meine Enkelkinder keine Identitätskarten habe... den Hund lasse ich mal ausser Betracht.

Ich würde es für logischer empfinden, wenn bei den Mitreisenden der richtige Name, Vorname und Geburtsdatum der Kinder notiert würden, weil bei der Berechnung des halben Preises automatisch auf das richtige Geburtsdatum zugegriffen wird und auch bei Bedarf (=Fahrpreis über CHF 19) die Kindertageskarte angeboten wird. 

Ist das Risiko des Missbrauchs bei elektronisch gelösten Billetten bei Kindern in Begleitung von Erwachsenen wirklich so gross, dass bei diesem Verkaufskanal wirklich so rigide durchgegriffen werden muss ? 

Die ganze Sache ist extrem verwirrend, wenn man z.B. nachfolgenden Link zur Kenntnis nimmt: 
https://www.srf.ch/audio/espresso/sbb-krebst-nach-strafantrag-gegen-teenager-zurueck?partId=12078603
Da wird ein Jugendlicher des Betrugs dem Staatsanwalt vorgeführt - wohlgemerkt weit schwerwiegendender als "gewöhnliches schwarzfahren" - nur weil er auf den Namen der Mutter fuhr (weil sie nicht dabei war)... und hier muss explizit bei den gleichen Kindern mit dem Namen des eingeloggten Benutzers gefahren werden und dies nur, weil der eingeloggte Benutzer dabei ist.... das soll man verstehen !

1 ANTWORT
Viaggiatore
Reisende/r (Silber)

Hallo @SBB-Kunde : Ich würde mir diese Arbeit mit der Notierung der mitreisenden Kinder nicht antun. Für mich ist die Bestimmung Billette für Kinder, Hunde und Velos müssen auf den Namen und das Geburtsdatum der reisenden Person, die das Kind/den Hund/das Velo begleitet, lauten. " ein klares Indiz, dass für die SBB "Kinder, Hunde und Velos" (Sorry, aber ich erschrak fast ob dieser Begrifflichkeit in einem Atemzug !!!) "nur gebührenpflichtige Transportobjekte im Besitze des eingeloggten Benutzers" (= ich weiss auch nicht, wie man Menschen, Tiere, Sachen in einem Atemzug benennen soll) sind - will heissen: nur der Vorname, Name und Geburtsdatum des eingeloggten Benutzers sind interessant. 

Sie zahlen voll - dann würde ich ein weiteres volles Billet für die beiden Kindern auf Ihren Namen lösen (2* 1/2 = ein ganzes Billet)
Sie fahren Halbtax - dann würde ich 2 weitere halbe Billette für die beiden Kinder auf Ihren Namen lösen (gleicher Tarif für die Kinder wie Sie)

Für die SBB ist bei Kindern allein Ihr Name von Interesse und dass die gekauften Billette auf elektronischem Weg nicht weiter geleitet (weiter gegeben) werden können - was beim Papierbillett auf Wertpapier nie der Fall sein kann. Bei diesem Vorgehen sind Sie und die beiden Kinder immer eine Einheit - das gleiche gilt nebenbei auch für Hund und Velo. Dies trifft zu, wenn alles auf Ihren Namen lautet. 

Kindertageskarten müssten Sie in der Tat in Papierform lösen. Der richtige Name und Geburtsdatum bei Kindern und bei elektronischen Billetten macht für einen Kontrolleur nur Sinn, wenn er dies analog wie bei Erwachsenen die Daten mit Originaldokumenten abgleichen kann. Zugegeben - auch ich sehe hier kein Potenzial für Missbrauch !

Das letzte Kapitel - insbesondere den Link - ist natürlich tragisch - Verkettung unglücklicher Umstände und falscher Schlussfolgerungen ! 
Genau deshalb würde ich vorgehen wie oben fett gedruckt - das einfachere Vorgehen ist auch für einen Kontrolleur (im Stress) einfacher nachvollziehbar als komplizierte Billettkonstrukte !

Würde mich aber auch interessieren, wie die offizielle Seite der SBB diesen Sachverhalt beurteilt !!!