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Halbtax verlängern

Martini69
Neuer Autor
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Meine Frau hatte sich im November 2019 ein Halbtax gekauft und keine Aboerinnerung im Nov. 2020 erhalten. Nun wollte sie das Halbtax verlängern und erfuhr das Halbtax sei gesperrt und der Vorgang an die Inkassoabteilung übergeben. Was ist das für ein Geschäftsgebahren. Bei uns ging weder die Info zur Verlängerung noch eine Rechnung per Brief oder Email ein. Uns wurde dann noch mitgeteilt bei ihnensei das Schreiben als versandt vermerkt. So verärgert man Kunden zumal uns telefonisch gesagt wurde dass wir nicht die Einzigen seien die die Postnicht erhalten haben. Woran das liege wisse mannicht...

Ex-Bähnler
Vielfahrer/in
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Hallo @Martini69 

Dazu erstmal noch ein paar Fragen:

  • Mit welcher Zahlungsmethode wurde das Halbtax ursprünglich gekauft? 
  • Welchen Kommunikationskanal hast du in deinem Swisspass-Konto für den Rechnunsgversand ausgewählt (E-Mail oder Post)? 
  • sind deine Adressen im Swisspass-Konto korrekt hinterlegt?

Gruss, Reto

 

Martini69
Neuer Autor
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1. Am SBB Schalter

2. Post

3. Korrekte Adtesse

Ex-Bähnler
Vielfahrer/in
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Hallo

Leider hat die SBB deinen Post (noch) nicht beantwortet. Vermutlich bleibt euch aber nichts anderes übrig, als die Mahngebühren (und die Rechnung) so schnell als möglich zu bezahlen.

Denn sowohl der Tarif 654  https://www.allianceswisspass.ch/de/asp/Downloadsindex.php?section=downloads&download=2673
wie auch die allgemeinen Vertragsbestimmungen (AGB) https://www.sbb.ch/content/dam/internet/sbb/de/abos-billette/abonnemente/halbtax/bestellschein-halbt...
sind eindeutig:

  • Der Vertrag erneuert sich (ohne rechtzeitige Kündigung) automatisch und der Kunde / die Kundin ist verpflichtet, den geschuldeteten Betrag zu bezahlen.
  • Das Halbtax ist auch nach Ablauf des ersten Jahres weiterhin gültig und hätte benutzt werden können.
  • Der Kunde / die Kundin gerät auch ohne Mahnung in Verzug.
  • Nach einer Frist von 30 Tagen kann das Halbtax gesperrt werden.
  • Danach beginnt das Mahnwesen mit den zusätzlichen Gebühren.

Ob es rechtlich gesehen für eine kostenpflichtige Mahnung vorab zwingend einen Beweis für eine erfolgreiche Zustellung der Rechnung braucht, weiss ich nicht.

Du kannst mit der SBB und der Inkassofirma verhandeln und so vielleicht einen Erlass der Mahngebühren bewirken.

Falls du mit der Erledigung deines Falls durch die SBB nicht einverstanden bist kannst du dich schriftlich an die Ombudsstelle des öffentlichen Verkehrs wenden:
https://www.voev.ch/de/Service/Ombudsstelle-oV

Leider ist dieses Verfahren nicht sehr kundenfreundlich, aber ändern kann man es halt nicht. 

Gruss, Reto

 

 

 

Martini69
Neuer Autor
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Danke da fühlt man sich schon etwas über den Tisch gezogen zumal wirklich keine Rechnung oder Mahnung angekommen ist. Die Postzustellung erfolgte ohne Schwierigkeiten von andeten Absendern.  Wir erhielten auf Kulanz eine Entsperrung des  Halbtax und man versprach uns eine Zustellung einer Rechnung. Bin gespannt ob diese ankommt.

 

 

Ex-Bähnler
Vielfahrer/in
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Hallo @Martini69 

Aus eigener und vielfacher Erfahrung: Die Post ist auch nicht mehr so zuverlässig, wie sie mal war. Aber immerhin zeigt sich die SBB kulant. 

Die Rechnung sollte eigentlich seit Ende September im SwissPass Konto auffindbar sein. Oder brauchst du wirklich den physischen Einzahlungsschein? 

Gruss, Reto

Martini69
Neuer Autor
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Nun kam dad Schreiben mit Mahngebühren von gesamt 55 CHF.

Im Swisspass war keine Emailadresse hinterlegt, da wie gesagt am SBB Schalter gekauft. Absolut Verbraucherfeindliche automatische Aboverlängerung gerade in Zeiten der Pandemie. Das Problem ist gem. Kassensturz und Saldo bekannt und wird dennoch von der SBB beibehalten. Wegen 55 CHF geht man keinen Rechtsstreit ein, darauf wird wohl von der SBB spekuliert?  Schade !!

MadisonPierce
Pendler/in

Wenn man Dir den Erhalt der Rechnung nicht nachweisen kann, musst Du auch keine Mahngebühren bezahlen. Und das kann man nicht, schliesslich war es kein Einschreiben. Aufgrund eines einzigen Briefes, welcher verloren gehen kann, Mahngebühren zu erheben ist schon speziell...

Was ich tun würde: die Rechnung bezahlen, aber ohne Mahngebühren. (Denn den Betrag für das Abo schuldest Du ja, das ist unbestritten.)

Ex-Bähnler
Vielfahrer/in
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Hallo @Martini69 

Ich habe ein gewisses Verständnis für die SBB, dass die Rechnungsstellung für über 2 Millionen Halbtaxabo so rationell wie möglich erfolgt. Aber nach dem Grundsatz von Treu und Glauben darf die Kundschaft zu Recht erwarten, tatsächlich eine Rechnung zu erhalten, bevor eine kostenpflichtige Mahnung verschickt wird.

Zur Rechtslage

  • Eine Rechnung ist grundsätzlich sofort fällig.
  • Ist die freiwillig gewährte Zahlungsfrist abgelaufen, darf ein säumiger Zahler unverzüglich gemahnt und theoretisch sogar sofort betrieben werden.
  • Es besteht keine gesetzliche Pflicht Mahnungen zu verschicken.
  • Laut Gesetz darf einem säumigen Zahler vom Zeitpunkt der ersten Mahnung an ein Verzugszins von fünf Prozent verrechnet werden.
  • Es ist erlaubt, in einem Vertrag höhere Verzugszinsen oder Mahnspesen vorzusehen (AGB zum Halbtax: Mahngebühr 15 Franken, Verzugszinsen bis zu 5%).
  • Übertrieben hohe Mahngebühren von Inkassofirmen müssen hingegen nicht bezahlt werden, da der Schaden, der durch die nicht sofortige Begleichung der Rechnung entstand, nicht über den Betrag der Verzugszinsen hinausgeht.

(Quellen: SRF Kassensturz/Espresso, justis.ch)

Gruss, Reto

Martini69
Neuer Autor
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Vielen Dank. Eine automatische Aboverlängerung ohne Rechnungsversand ist nicht akzeptabel und verbraucherunfreundlich. Die SBB bewegt sich hier auf Drückerkolonnenniveau und verhält sich definitiv wie  ein Monopolist.eben. Vermutlich hat das System, denn wenn keine Rechnung versandt wird, kann man auch nicht kündigen. Schade dass dem Verbraucherschutz ein so tiefer Stellenwert eingeräumt wird.