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Ausflugsabo Corona - wieso keine Verlängerung?

anglosuisse
Reisende/r (Bronze)

Heute hat die Alliance SwissPass die Anpassungen der Tarife und Sortimente während der «Aussergewöhnlichen Lage» bekannt gegeben. Leider scheint es so zu sein, dass Ausflugsabos weiterhin den regulären Regeln unterliegen, sprich nicht verlängert werden. Beim regulären Tarif bekommen nur jene Abonnenten Geld zurück, die noch relativ viele Tageskarten haben, und auch in diesem Fall gibt es wenig Geld. Ich finde die Entscheidung von Alliance SwissPass deshalb sehr enttäuschend.

Leider wurde für diese Entscheidung auch keine Begründung publiziert, wenigstens habe ich keine gefunden. Hat SwissPass entschieden, dass die Geschädigten keiner Erklärung bedürfen? Ist jemand dazu fündig geworden?

SwissPass hat natürlich das Recht, hier hart zu bleiben, aber mich hätte interessiert, wieso GA under andere Abo-Besitzer bevorzugt behandelt werden? Ich hatte den Eindruck, dass Besitzer von Ausflugsabos begehrte Kunden sind, weil sie die Bahn ausserhalb der Pendelzeiten brauchen, wo es noch viel Kapazität hat, oder? Das ist eine sehr ungerechte Behandlung, die nicht mal begründet wird.

Hat jemand Hintergrundinfos zu dieser misslichen Lage bei Alliance SwissPass?

63 ANTWORTEN
stevira
Reisende/r (Bronze)

Betr. Erstattung/Rückerstattung erhält man immer wieder anderslautende Mitteilungen. Bei mir heisst es: Zu früh, ich muss warten bis das Abo abläuft und mich dann am SBB-Schalter melden. Mit dem Formular gehe es nicht? Weiss die SBB überhaupt was sie will.

Ich warte auf den Moment, wo ich in den Zug steige z.B. nach Bern und der Zug fährt dann aber ganz woanders hin !!!!!!!!!  Dann heisst es wieder "Pech" gehabt wie mit dem Ausflugs-Abo.

anglosuisse
Reisende/r (Bronze)

Ich und meine Frau hatten das Ausflugsabo gekauft, um langweiliges Autofahren zu vermeiden und den Vollpreis einer Tageskarte zu reduzieren. Unter dem Strich haben wir jedoch fast Vollpreis bezahlt, weil wir ein Viertel der Tageskarten wegen der Empfehlung des Bundesrates nicht brauchen konnten.

Wir haben uns nun entschieden in Zukunft wieder per Auto zu reisen, und auf die SBB für Ausflüge zu verzichten. Während der Autofahrt hören wir nun Podcasts, was die Fahrt kurzweilig macht. Das braucht etwas Vorbereitung, aber die Reisezeit ist ja 20-30% kürzer, so dass wir insgesamt noch Zeit sparen. Weitere Vorteile: interessante Diskussionen während der Fahrt, die im öffentlichen Raum nicht möglich sind, und weit aus sicherer punkto Ansteckung durch SARS-CoV-2 als im Zug. Zusätzlich sind die Kosten fürs Autofahren viel tiefer als für Zugsbillette, da die Grundkosten unseres Autos ja sowieso anfallen, und ein Ausflugskilometer für uns nur 12 Rappen kostet.

Ich persönlich finde es schade, dass Umweltschutz und Verkehrsplanung nicht einen genüg hohen Stellenwert in der Schweiz haben, um die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel für Ausflügler attraktiv zu machen.

Molinaria
Gelegentlicher Besucher

Auch ich werde es so halten: auf Halbtax-Abo und Ausflugsabo verzichten und wann immer möglich meine Ausflüge mit dem Auto unternehmen.

achausi
Reisende/r (Bronze)

Auch rechtlich hat so ein Ausflugstag ganz genau CHF 45.- wert.
Den Gesamtpreis, bei mir damals 2.Kl./Halbtax: CHF 900.-/ 20 =45.-!
1. Niemand zieht einen Tag erst bei einem Wert von CHF 75.-  (Einzeltagespreis mit Halbtax) ein.
Ich hab's sogar ab CHF 40.- aktiviert wegen der Flexibilität.

2. Tageskarten kann man als Spartagskarte, bei der Gemeinde, Aktionen etc. einzeln beziehen,
   Durchschnittspreis zwischen CHF 45.- und 55.-!

3. eine Reise im Wert von CHF 75.- ist mir letztes Jahr nie gelungen, bedingt durch Zugsverspätungen und Zugsausfällen - ausschliesslich verursacht durch die SBB! 

Allerdings ist zu beachten, dass sich diese Tageskarten auf fast alle öffentliche Verkehrsmittel der Schweiz und nicht nur der SBB beziehen.

Für Personen die keine Chance mehr haben, den Rest zu beziehen ist dieses Verhalten nicht nur frech
sondern auch rechtlich fraglich. Ich habe eine rechtlich Abklärung gestartet, Antwort noch ausstehend.

Ein ehemaliger Fan des Schweizer ÖVs!

achausi
Reisende/r (Bronze)

Liebe Community
Wie erwähnt habe ich zwei rechtlich Kurzabklärungen gemacht. Klar festlegen wollten sich beide nicht.
Weiter zu "kämpfen" haben aber beide empfohlen. Ich wurde zudem darauf aufmerksam gemacht, dass neben der Leistungsminderung seitens Swisspass auch der erwähnte Gegenwert, in meinem Fall 75.-/Ausflugstag, hinterfragt werden könnte. Man kann auch nicht verstehen, weshalb eine Verlängerung auch abgelehnt wird.
Zusatzkosten entstehen nahezu keine und kaum keiner wird nun die verlorenen Tage nachkaufen.

Im Kassensturz von gestern kam aber interessante Aussage eines Rechtsprofessors; die Branche könne sich nicht hinter der bundesrätlichen Empfehlung als Ursache der Situation verstecken. Die Ursache ist die Epidemie!

Ich bin gar kein Freund des amerikanischen Justizssystems, aber eine Sammelklage wäre wohl das Richtige. Swisspass weiss genau, dass kaum jemand alleine vor Gericht ziehen wird.
Nach dem vielen Ärger der letzten 12 Monate mit diesem Abo geb ich trotzdem noch nicht auf!

anglosuisse
Reisende/r (Bronze)

Ich hatte mehrere Emails mit der Alliance SwissPass ausgetauscht, die für eine Veränderung der Tarifbestimmungen des Ausflugsabos zuständig sind (soweit ich hier durchblicke).

Die Schlüsselstellen in der Antwort von Alliance SwissPass waren "...am Ende überwogen schliesslich die wirtschaftlichen Faktoren" und "Momentan... können noch nicht über weitere Massnahmen diskutiert werden."

Es ist klar, dass Alliance SwissPass die Ausflügler ignorieren kann, weil es vergleichsweise wenige davon gibt, und diese sich (offenbar) noch nicht genügend beschwert haben.

Allen Betroffenen schlage ich daher vor euch direkt bei info@allianceswisspass.ch zu melden, und eurer Anliegen dort direkt anzubringen. Soweit ich weiss, lesen die Verantwortlichen von Alliance SwissPass dieses Forum nicht. Sie sind deshalb auch noch nicht genügend über das Problem informiert.

achausi
Reisende/r (Bronze)

Vielen Dank
Ich habe nun zum zweiten Mal einen Antrag auf Verlängerung oder Kostengutschrift gestellt,
via Kontaktformular auf der Swisspass Seite. Ich denke, dass dies auch viele andere gemacht haben
und eigentlich die richtige Adresse sein sollte.

achausi
Reisende/r (Bronze)

Ich wurde darauf hingewiesen, dass es unklar ist, wo und wie man sich in unserem Fall melden muss.
Aber, ich weiss es auch nicht! 
Mein erster Antrag via "Entschädigung Corona Pandemie" der SBB wurde rundwegs abgelehnt. Dieselben Erfahrungen melden andere Ausflugsabo-Kunden. Dass dies nicht an Swisspass gelangen soll obwohl diese Seite auch für GA etc. gilt, scheint mir sehr sonderlich.  
Nun habe ich's nochmals versucht via https://www.swisspass.ch/contact
Darüber hinaus gibt's auch diese Adresse: info@allianceswisspass.ch

achausi
Reisende/r (Bronze)

Ich bin nun auch abgeblitzt.
Die Argumentation der Swisspass, dass sie wegen den hohen Verlusten keine Verlängerung gewähren könnten, ist betriebswirtschaftlich falsch und kontraproduktiv. a) der ÖV hat fast ausschliesslich Fixkosten, d.h wenn ein paar mehr fahren verursacht dies keine zusätzlichen Kosten. b) kaum einer von uns wird sofort ein Ausflugsabo nachkaufen und reisen womit auch kein Geldzufluss zustande kommt. c) Wohl nicht nur ich werde, auch wegen der Unzuverlässigkeit der SBB, solche Ausflüge wieder mit dem  Auto machen.
Dafür will der ÖV dann vom Staat Geld für Umweltschutz- und Touristikförderung und viel Geld in die Werbung stecken. Man lernt eigentlich, dass es billiger ist bestehende Kunden zu behalten als neue zu werben. Aber eben... 

Obwohl ich das Ausflugs-Abo zu einem Aktionspreis erstanden hatte, wird es sich für mich gelohnt haben.

Ich denke es ist ein aussterbendes, gescheitertes Angebot der SBB — dies mag mitunter erklären, weshalb hier keinerlei Kulanz gewährt wird.

Schade eigentlich, denn die Idee an sich ist eine Gute. Nur finde ich 20 oder 30 Tage etwas viel. Eine 10er Karte wäre sinnvoller und für viele eine willkommene Möglichkeit touristische Ausflüge zu budgetieren. 

Da mein Abo noch bis Juli gilt werde ich noch einige Tage einlösen können, um den Gesamtverlust zu reduzieren. 

Bei meinem Einkommen sind Zugreisen ein Luxus, den ich mir leiste, zumal ich bewusst nie einen Führerschein erworben habe. Sparbillete und die Velotageskarte werden die günstigere Variante sein, wenn auch weniger spontan einsetzbar. 

Ein SBB Boykott liegt für mich nicht drin, denn die Schweiz per Pedale erkunden erfordert öfters Abkürzungen mit der ÖV... Wenigstens brauche ich sie nicht für den Arbeitsweg. So kann ich mein Päckli Hygiene Masken sparsam einsetzen, wo nötig 🙂

Korrektur: wird sich NICHT gelohnt haben. Aber ich kann glücklicherweise den Verlust noch etwas reduzieren bis Juli...

Ich hatte ebenfalls an die Email-Adresse der allianceswisspass geschrieben und bekam die Antwort das sie dafür nicht zuständig wären.

Hab es jetzt nochmals bei der Kontaktadresse der SBB probiert.

Von meiner Seite ist die Sache allerdings klar sollte sich die SBB hier nich kulat für eine Verlängerung zeigen werde ich in Zukunft die SBB boykottieren, nicht nur das Ausflugsabo sondern generell. In der Stadt fahre ich sowieso schon mit dem Velo.

Es ist mir nicht verständlich, wie es sein kann das ein Unternehmen das im letzten Jahr immerhin ein Konzernergebnis von 500 Millionen CHF hatte es sich scheinbar nicht leisten kann so ein Abo zeitlich zu verlängern (von Rückerstattungen rede ich gar nicht) während andere Anbieter die wesentlich billigere Tickets anbieten und normalerweise bekannt für schlechten Service sind (Flixbus) in der Lage sind meine Tickets um ein ganzes Jahr zu verlängern.

Ich wünsche mir wirklich, dass mir jemand von SBB oder Alliance Swisspass plausibel erklären kann, worin ein wirtschaftlicher Schaden bestünde, wenn wir unsere 20 oder 30 bezahlten Ausflugstagen innerhalb von zB 450 statt 365 Kalendertagen aktiviren könnten. Und ich wünsche mir ganz fest, dass ich nicht mit unverbindlichem Blabla sowie mit Links zu irgendwelchen Tarifordnungen und allgemeingültigen Stellungnahmen eingedekt werde, sondern fundierte konkrete Antworten erhalte.

Unter dem Druck der Umstände mag in den letzen Wochen vieles nicht perfekt gewesen sein, dafür habe ich viel Verständnis, aber es wird Zeit dass Alliance Swisspass Flüchtigkeitsfehler korrigiert.

GA Besitzer zahlen pro gültigen Reisetag Fr 10.60 oder weniger, wir  rund das Vierfache oder mehr. Daher gibt es keinen plausiblen Grund, warum hier eine Ungleichbehandlung praktiziert wird. Und wenn schon, müsste sie umgekehrt sein.

#StayAtHome #BleibZuhause zu verkünden und uns gleichzeitig quasi zu nötigen, das zu ignorieren um den finanziellen Schaden in Grenzen zu halten passt einfach nicht zu den konzessionierten öffentlichen Transportunternehmungen, deren Aktienanteil mehrheitlich in öffentlicher Hand liegt.

Mit nachdenklichen Grüssen

Hallo,

ich schaue zum ersten Mal hier herein, mir werden viele Tage eines 30 er Abos verloren gehen.

Hat jemand von Euch die Möglichkeit, hier in einem Beitrag eine private Mailadresse zu bekannt zu geben, über die wir uns vernetzten könnten? Ich bin immer wieder einige Tag ohne Internet, an einem Ort, wo das technisch nicht geht, auch nicht über mobile Daten, daher bin ich dafür ungeeignet.

Fände ich sinnvoll und würde mitmachen.

Danke und Gruss

Ich finde die Idee des Austauschs gut - leider gibt es hier keine PN und ich weiss nicht wie es möglich wäre e-mail Adressen auszutauschen.
Vielleicht wenn wir uns in einem Forum gemeinsam registrieren, z.B. Bahnforum.ch und dort zu dem Thema schreiben?
Ich habe jetzt erstmal eine Facebook-Gruppe eröffnet, wer Lust hat kann mich dort kontaktieren "Swisspass - Ausflugsabo Corona-Geschädigte".
Zum Thema:
Effektiv würde eine Verlängerung des Ausflugsabos dem Konsortium sogar Geld sparen - meines läuft noch bis Ende Juli, 14 Tage übrig, nach derzeitiger Rechnung bekomme ich knapp 400CHF zurück - ich werde jetzt natürlich gar nicht mehr fahren sondern das Geld nehmen - touristische Fahrten sind ja immer noch nicht empfohlen. Das meiner Frau geht nur bis Mitte Juni und es gibt weniger zurück, aber dito.
Bei einer Verlängerung um 6 Monate würden wir die Resttage verfahren.
Dass in der jetztigen Zeit jemand eine Verlängerung des Abos kauft dürfte wohl sehr unwahrscheinlich sein, also darauf zu spekulieren dass wir die Rückerstattung nehmen und dann eine NEUES Abo kaufen und so mehr Geld reinkommt ist absurd.

 
JoV
Reisende/r (Bronze)

Vor lauter Betroffenheit ringe ich um Worte...na, dann schicke ich ein Bild von Mutter Natur.

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JoV
Reisende/r (Bronze)

TOLLE  LÖSUNG

 

Gestern Do 25. Juni ging ich in Basel an den SBB-Schalter, um ganz resigniert ein Upgrade meines Ausflugsabos zu machen. Der jungen Dame am Schalter erklärte ich, dass ich aufgrund von Foren-Diskussionen leider keine andere Möglichkeiten sehe, ausser ein teureres Upgrade-Paket zu kaufen. Sie hatte sofort verstanden und bat mich um Geduld, da sie noch keine Verlängerung für dieses neue Produkt selber bewerkstelligt habe und sie würde für mich gern ihre erfahrenere Kollegin fragen, ob es aus aktuellem Anlass spezielle Lösungen gäbe. Glücklicherweise hatte ich genug Zeit, denn sie konnte mir sodann ein 'allerletztes Angebot' unterbreiten, das ich sofort angenommen habe: verlustlose Umwandlung meiner verbliebenen 10 Tage ohne Gebühr in ein gleiches (20-tägiges) Abo, das aber ab sofort erst in einem Monat wieder benutzbar sein wird. So kann ich bis dann nur das 1/2-Tax nutzen (ich verliere also 1 Monat am Ausflugsabo), aber das passt. So hatte ich viel zu viele Reka-Checks dabei und ich konnte damit locker vorauszahlen; d.h. in einem Monat werden mein 1/2-Tax- und Ausflugs-Abo für ein weiteres Jahr aktiviert sein und mich erfreuen. Tönt etwas kompliziert, aber es die ideale Lösung für mich. Nochmals vielen Dank an alle Beteiligten!

Von ganzem Herzen wünsche ich möglichst vielen Nutzern ein derartig individuelles 'Corona-Angebot' und diejenigen, die sich mit (verständlichem) Gram verabschiedet haben, werden hoffentlich gezielt bald mit einem tollen Comeback-Angebot erreicht...

anglosuisse
Reisende/r (Bronze)

Hallo @JoV 

ich habe diesen Deal auch nicht genau verstanden. Wieviele Tage hast du nun, und wieviel hast du für den Upgrade bezahlt? Wieviel hat die Verlängerung des Halbtagsabos gekostet? Die Lösung tönt interessant...

stevira
Reisende/r (Bronze)

Sorry Jov, vielleicht habe ich eine lange Leitung 😀?  Habe ich richtig verstanden, dass du noch 10 verbleibende Ausflüge hast, welche du nicht mehr einlösen kannst, weil das Abo beendet ist? Und jetzt hast du 10 Tage (nicht eingelöst) und 20 neue Tage, also total 30 Fahrten, die du innerhalb eines Jahres einlösen musst?

Ich bin sehr erstaunt, dass die SBB das macht? Als ich nach so einer Variante fragte, wurde dies verneint: Geht nicht! Offenbar "ticken" die Basler anders als die Zürcher 😎😂😎.

Gruess Stevira

 

JoV
Reisende/r (Bronze)

Sei gegrüsst stevira

Mit Deinem Erstklass-Ausflugsabo sieht die Rechnung möglicherweise anders aus; ich muss 'nur' 20 Tage verbrauchen. Was fährst Du?

Schönen Abend💊