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Ausflugsabo Corona - wieso keine Verlängerung?

Reisende/r (Bronze)

Heute hat die Alliance SwissPass die Anpassungen der Tarife und Sortimente während der «Aussergewöhnlichen Lage» bekannt gegeben. Leider scheint es so zu sein, dass Ausflugsabos weiterhin den regulären Regeln unterliegen, sprich nicht verlängert werden. Beim regulären Tarif bekommen nur jene Abonnenten Geld zurück, die noch relativ viele Tageskarten haben, und auch in diesem Fall gibt es wenig Geld. Ich finde die Entscheidung von Alliance SwissPass deshalb sehr enttäuschend.

Leider wurde für diese Entscheidung auch keine Begründung publiziert, wenigstens habe ich keine gefunden. Hat SwissPass entschieden, dass die Geschädigten keiner Erklärung bedürfen? Ist jemand dazu fündig geworden?

SwissPass hat natürlich das Recht, hier hart zu bleiben, aber mich hätte interessiert, wieso GA under andere Abo-Besitzer bevorzugt behandelt werden? Ich hatte den Eindruck, dass Besitzer von Ausflugsabos begehrte Kunden sind, weil sie die Bahn ausserhalb der Pendelzeiten brauchen, wo es noch viel Kapazität hat, oder? Das ist eine sehr ungerechte Behandlung, die nicht mal begründet wird.

Hat jemand Hintergrundinfos zu dieser misslichen Lage bei Alliance SwissPass?

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Betreff: Ausflugsabo Corona - wieso keine Verlängerung?

Reisende/r (Bronze)

Lieber anglosuisse

Mir geht es genau gleich und ich hoffe, dass jetzt niemand mit der tiefgreifenden Antwort kommt: "...habt leider Pech gehabt!" - wir haben geduldig mehre Wochen auf eine Antwort gewartet. Ich denke "der Kluge fährt mit dem Zuge" und deswegen freue ich mich über kluge Antworten, oder muss man sich einfach nach der Decke strecken und still halten?

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Betreff: Ausflugsabo Corona - wieso keine Verlängerung?

Community Manager
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Hallo @anglosuisse 

Ich kann deine Überlegungen zum Ausflugsabo nachvollziehen. Die ÖV-Branche - Alliance SwissPass - und da gehört natürlich auch die SBB dazu, hat es sich mit dieser Kulanz-Entschädigungslösung wirklich nicht einfach gemacht.

Die rund 100 Millionen Franken, die für diese Entschädigungen eingeplant sind, finanzieren die Transportunternehmen aus eigenen Mitteln, ohne Beiträge der öffentlichen Hand - vereinfacht formuliert, ohne Steuergelder, ohne Subventionen. Zusätzlich ist der ÖV - wie auch die gesamte Wirtschaft, von den Massnahmen massiv betroffen. Dem gesamten Schweizer ÖV fehlen in einem Monat rund 500 Millionen Franken an Erträgen.

Aus diesen wirtschaftlichen Gründen werden u. a. das Halbtax-Abo und eben auch das Ausflugs-Abo nicht entschädigt.

Das Ausflugs-Abo bietet innerhalb der Gültigkeit eines Jahres 20 resp. 30 frei wählbare Ausflugstage an, die schnell aktiviert und bis 23:59 vor dem aktivierten Geltungstag auch wieder deaktiviert werden könnten. Rein schon von dieser Flexibilität her, ist es nicht mit dem "normalen" GA vergleichbar.

Weitere Informationen zum Ausflugs-Abo, sowie zu einer möglichen Erstattung, sind auf der Seite www.sbb.ch/ausflugsabo ersichtlich.

Die Alliance SwissPass informiert auf dieser Seite detailliert über die Entschädigungslösung und führt ausserdem eine ausführliche Fragen-Antworten-Liste, in der u. a. auch das Ausflugs-Abo erwähnt ist:

www.allianceswisspass.ch/coronavirus

Beste Grüsse & frohe Ostertage

Daniel, Community Manager

#StayHome #StaySafe

 

 

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Betreff: Ausflugsabo Corona - wieso keine Verlängerung?

Reisende/r (Bronze)

Lieber Daniel

Deine Antwort beinhaltet Infos der Medienmitteilung von Alliance SwissPass sowie die allgemeinen Bedingungen zu den Ausflugsabos. Ich hoffe, dass diese Infos nützlich sind für Leser, die sich mit meiner Frage noch nicht eingehend beschäftig hatten. Meine Frage beantwortet hast du leider nicht.

1) Wie schwer die Entscheidung von Alliance Swisspass war, die GA und Strecken-Abonnenten gegenüber anderen Kunden zu bevorteilen, kann ich nicht beurteilen. Ich nehme an, dass du da besser informiert bist.

2) Was ich sehe ist folgendes: Die GA Kunden (und andere) werden nun ja doppelt entschädigt, was ich ihnen gönne: sie können ja das GA hinterlegen, und sie bekommen nun auch eine finanzielle Entschädigung, die 15 Tage eines GAs entspricht. Für mich ist es aber eine sehr unfaire Behandlung gegenüber den Ausflugsabos. Die Hintergründe dieser Entscheidungen wurden nicht kommuniziert.

3) Der Bundesrat hat die Bevölkerung ausdrücklich aufgefordert, auf Ausflüge aber nicht aufs Pendeln zu Arbeit zu verzichten. Aus diesem Gesichtspunkt verstehe ich nicht, wieso die Pendler entschädigt werden, aber nicht die Ausflugsabonnenten. Das wurde an der Pressekonferenz nicht besprochen, ausser dass man "Nebenprodukten wie Ausflugsabos" nicht berücksichtigen konnte.

3) Ich verstehe nicht, wie der ÖV viel Geld sparen kann, indem keine Verlängerung der Ausflugsabos um 6 Monate gewährt wird. Eine Verlängerung kostet nichts, und das Ausfallen von Einnahmen von Ausflugsabos wird klein sein: Der Anteil der geprellten Ausflugsabo-Kunden, die dieses Jahr ein Anschluss-Ausflugsabo kaufen werden, wird sehr klein sein, schon nur wegen der Gefahr des Ansteckungsrisikos im ÖV. Eine Verlängerung der Ausflugsabos um 6 Monate wäre ein Anreiz in die richtige Richtung, um die Attraktivität des ÖV für diesen Kundenbereich zu erhalten.

4) Die meisten Leute, die ihre Tageskarten verlieren, weil das Abo im April 2020 abläuft, werden im Maximum 5 Tage übrig haben (unsere laufen heute am 10.4 ab). Für solche Fälle gibt es keine Rückerstattung mehr, wie du sehr einfach nachrechnen kannst.

5) Meine Frau und ich haben unsere Ausflugsabo-Tageskarten für Tage eingesetzt, wo die Preise von Streckenbilleten etwa im Bereich des verbilligten Preises der Tageskarte entsprachen. Ein paar Mal lagen die Streckenbilletpreise 20-30% darüber. Ich nehme an, dass wir mit unserem Verhalten recht typisch sind für Kunden des Ausflugsabos. Der Verlust der übrigen Tageskarten ist für uns also ein realer Wertverlust.

Meine Forderung ist klar: es braucht eine Verlängerung der Ausflugsabos um 6 Monate. Ich habe SwissPass Alliance schon mehrmals angeschrieben, aber noch keine Antwort bekommen. Könntest du da etwa mithelfen, Daniel? Das wäre echt nützlich. Ich glaube, da würdest du nicht nur mir hier im Forum einen Gefallen tun.

Mein Eindruck ist, dass Ausflusgsabos vom Alliance SwissPass gar nicht richtig diskutiert wurden, da es nur vergleichsweise wenig Leute betrifft. Deshalb ist es wichtig, Alliance SwissPass klarzumachen, dass sie hier ihre Entscheidung überdenken müssen.

AngloSuisse

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Betreff: Ausflugsabo Corona - wieso keine Verlängerung?

Reisende/r (Bronze)

DER KLUGE REIST IM ZUGE, heisst es ja...aber war ich wirklich klug, das Ausflugsabo zu lösen? Dafür musste ich ja ein 1/2 Tax Abo lösen, welches ich sonst nicht genutzt habe. Wenn alles funktionieren würde, wäre es ein kundenfreundliches Produkt, aber diese Diskussion hinterlässt Fragezeichen. Da werden Zahlen und vermeintliche Fakten zu Argumenten zusammengewürfelt, die das SBB-Management als unfehlbar darstellen... Wem nützt das auf Dauer?

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Betreff: Ausflugsabo Corona - wieso keine Verlängerung?

Reisende/r (Bronze)

@anglosuisse  Ich kann all die aufgeführten Argumente nur unterstützen und sie treffen auch auf uns als Ehepaar in einer Randregion zu, wo die ersten und letzten 1-2h sowieso immer die gleiche Strecke abgefahren werden muss. Wir suchten die Tageskarten deshalb einigermassen gleichmässig auf das Jahr aufzuteilen, um diesem Pendlereffekt wenigstens gefühlsmässig zu entgehen - in den 4 Wintermonaten Nov-Feb etwas weniger.  Die 20 Fahrten pro Jahr sind für uns schon ohne Corona eine beachtliche Menge.
Wahrscheinlich rechnet sich bei uns die Erneuerung des Ausflugsabos nicht aus und eine Wiederholung dieser Corona-Situation ist nicht auszuschliessen... 

 

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Betreff: Ausflugsabo Corona - wieso keine Verlängerung?

Reisende/r (Bronze)

Ich werde die letzten 6 Ausflüge nicht mehr einlösen können, zusammen mit dem kleinen Anteil des Halbtax macht das 300.- die ich einfach so abschreiben kann. Ich verstehe nicht, weshalb die staatlich subventionierte ÖV da nicht einen Rappen kulant sein kann nachdem private Hotels, die Swiss, Konzertveranstalter usw. das Geld zurückbezahlen oder dies bei einer späteren Nutzung akzeptieren.

Die Ausflugsabo fand ich ne super Sache sodass ich mich richtig auf Ausflüge in der Schweiz freute antstatt mit Flugzeug un Auto in der Welt herumzufliegen. Allerdings begann der Ärger schon bei der ersten Reise, Zugsausfall! In dem Stil ging es weiter. Ich konnte der SBB nachweisen, dass a) 3 von 4 Ausflügen buchstäblich chaotisch wurden und somit b) eine grössere Reise wegen der Unzuverlässigkeit der SBB unmöglich ist. Dafür habe ich einen sehr kleinen Gutschein erhalten.

Schon bei den nahezu unbrauchbaren Gutscheinen welche die SBB auf Druck des Preisüberwachers verteilte, wurden Beträge genannt die schlussendlich unmöglich stimmen konnten. Das war mal unser ÖV, insbesondere unsere gelobte SBB.    

Ich werde das sicher nicht so hinnehmen und an die entsprechnden Medien gelangen.

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Betreff: Ausflugsabo Corona - wieso keine Verlängerung?

Neuer Autor

Lieber Daniel,

leider kann ich die Begründung nicht nachvollziehen, mit welcher eine Verlängerung des Ausflugsabos von der SBB abgelehnt wird.

In meinem Fall sind von den 20 Ausflugstagen noch 14 unverbraucht und als deutscher Staatsbürger, der sehr gerne mit der Bahn in die Schweiz fährt, habe ich aufgrund der Einreisesperren keinerlei Chance, diese bis Ende Juli zu nutzen.

Die Begründung der SBB, dass sich das ja "in kurzer Zeit amortisiert habe" trifft hier überhaupt nicht zu. Das Ausflugsabo 1. Klasse kostet ca. 1.000 EUR und davon sind 6 Tage genutzt = 180 EUR je Tag. Das soll sich amortisiert haben?

Auch rechtlich ist das problematisch, da eine gebuchte Leistung einfach nicht erbracht werden kann. Die SBB als zumindest "staatsnahes" Unternehmen ist hier aus meiner Sicht in der Verpflichtung. 

Eine Verlängerung der Laufzeit wäre vollkommen unproblematisch und für die SBB kostenfrei. Denn wer jetzt auf den 14 Fahrten sitzen bleibt, der wird sicher in Zukunft keine Fahrten mit der SBB mehr unternehmen und ist als Kunde verloren! Da schneidet sich die SBB ganz klar ins eigene Fleisch.

Übrigens: die sonst eher bürokratischere Deutsche Bahn hat Tickets, die aufgrund der Corona Situation nicht angetreten wurden, problemlos und kulant erstattet - auch wenn dies eigentlich ausgeschlossen war. Da könnte sich die SBB wirklich ein Beispiel daran nehmen!

Bislang war ich immer vom Service der Schweizer Bahnen begeistert. Aber jetzt bin ich als Kunde leider sehr verärgert und enttäuscht vom Verhalten der SBB.

Euer Bahnfahrer 

 

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Betreff: Ausflugsabo Corona - wieso keine Verlängerung?

Reisende/r (Bronze)

Auch rechtlich hat so ein Ausflugstag ganz genau CHF 45.- wert.
Den Gesamtpreis, bei mir damals 2.Kl./Halbtax: CHF 900.-/ 20 =45.-!
1. Niemand zieht einen Tag erst bei einem Wert von CHF 75.-  (Einzeltagespreis mit Halbtax) ein.
Ich hab's sogar ab CHF 40.- aktiviert wegen der Flexibilität.

2. Tageskarten kann man als Spartagskarte, bei der Gemeinde, Aktionen etc. einzeln beziehen,
   Durchschnittspreis zwischen CHF 45.- und 55.-!

3. eine Reise im Wert von CHF 75.- ist mir letztes Jahr nie gelungen, bedingt durch Zugsverspätungen und Zugsausfällen - ausschliesslich verursacht durch die SBB! 

Allerdings ist zu beachten, dass sich diese Tageskarten auf fast alle öffentliche Verkehrsmittel der Schweiz und nicht nur der SBB beziehen.

Für Personen die keine Chance mehr haben, den Rest zu beziehen ist dieses Verhalten nicht nur frech
sondern auch rechtlich fraglich. Ich habe eine rechtlich Abklärung gestartet, Antwort noch ausstehend.

Ein ehemaliger Fan des Schweizer ÖVs!

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Betreff: Ausflugsabo Corona - wieso keine Verlängerung?

Reisende/r (Bronze)

Lieber achausi

Warum sich die SBB Sympathien verspielt, die dann mit grossen Werbeausgaben wieder erkrampft werden, ist mir schleierhaft, aber niemand scheint wirklich unfehlbar zu sein. Ich bin jedenfalls froh, dass auch noch viele andere betroffen sind und vor allem, dass sich einige davon wehren! Also viel Erfolg!!